Mittwoch, 18. Mai 2011

Ultraschall-Babies

Zu diesem Posting bei curioustraveller...
    Besonders eindrücklich fand ich die Geschichte einer jungen Frau, die mit dem Gedanken an Abtreibung spielte, es aber nicht mehr übers Herz brachte, nachdem sie das erste Ultraschallbild mit dem schlagenden Herzen des Kindes gesehen hatte. Sie sagte (sinngemäß): „So lange du nur Daten auf Papier siehst und Statistiken liest, berührt dich das gar nicht weiter. Aber wenn du so was gesehen hast, dann hast du einen Bezug dazu; ich sehe, dass etwas Lebendiges in mir ist“
... fiel mir gleich wieder ein, daß in Texas kürzlich eine Gesetzesvorlage durchgebracht wurde, welche von jedem Arzt, der Abtreibungen anbietet, verlangt, daß er mindestens 24 Stunden vor einer geplanten Abtreibung einen Ultraschall vornimmt. Die Frau kann sich entscheiden, daß Bild nicht anzuschauen und den Herzschlag nicht anzuhören, aber der Arzt ist verpflichtet, der Frau zu beschreiben, was er sieht.

Planned Parenthood ist natürlich schon zur Stelle und protestiert. Seltsamerweise mit solchen Argumenten:
    "We do more to prevent the need for abortion than any program in the United States."

    [Wir unternehmen mehr, um den Bedarf an Abtreibungen zu verhindern, als jedes andere Programm in den Vereinigten Staaten]
Wenn das stimmt, müßte PP die Initiative eigentlich begrüßen, denn ein Ultraschallbild kann den Bedarf an Abtreibungen offenbar senken (siehe curioustraveller).

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Nee, oder?

... es ist eine beeinflussende Maßnahme, die angewendet wird, um Frauen zu beschämen, die eine Abtreibung in Erwägung ziehen.

Warum? Weil sie in dem Fall sehen können, dass es eben nicht einfach nur ein Zellhaufen ist, sondern ein Lebewesen?

Sachliche Argumente klingen irgendwie anders...