Sonntag, 1. Mai 2011

Der Papst, mit dem ich groß wurde...

... wird heute seliggesprochen.


Ich erinnere mich noch gut an das gesamte Pontifikat Johannes Paul II. Ich war 11, als er gewählt wurde.

Ich sehe ihn immer noch vor meinem inneren Auge angeschossen auf dem Petersplatz in den Armen von Helfern.

Ich sehe ihn kämpferisch in seiner Heimat, von welcher er nach dem Fall der Mauer und dem Ende des Kommunismus befürchtete, sie könnte in zeitgeistjodelnder "Jetzt sind wir aber mal dran"-Beliebigkeit erstarren.

Ich sehe ihn klapprig und geschwächt - und für mich grade deswegen auf eine gespenstische Art erhaben - seine Greisenhand heben, mit der er den Leuten unten zuwinkt.

Der Papst, mit dem ich groß wurde, ist der Papst, in dessen Amtszeit ich mich nach einer Zeit der Ferne endlich nah und ganz an Christus und seine Kirche band.

Wenn Benedikt XVI der Künstler ist, der mir nun, wo ich geistig und theologisch ein wenig reifer bin als noch vor 20 Jahren, diese wunderbaren Bilder unseres Glaubens malt, dann ist Johannes Paul II der Techniker, der mir genau zum richtigen Zeitpunkt mit genau den richtigen Worten unseren Glauben so erklärte, daß ich ihn verstand und umfing.

Dafür ein herzliches "Vergelt's Gott!"

Seliger Papst Johannes Paul II. bitte für uns!

1 Kommentar:

Josef Bordat hat gesagt…

Noch in meiner Jugend dachte ich, es seien drei Hauptwörter (zusammen, groß):

1. Ministerpräsidentjohannesrau

2. Bundeskanzlerhelmutkohl

3. Papstjohannespaulderzweite

LG, Josef