Sonntag, 17. April 2011

Zum Palmsonntag...


** hüstel... **

Kommentare:

Phil hat gesagt…

Darauf hat schon Jaochim Fernau hingewiesen; Demokratie ist eben nicht per se ein tolles System, bei dem immer das beste herauskommt. Was heruaskommt ist, im einfachen Fall, der Wille der Mehrheit.
Was kann man daraus lernen? Perteien und Politiker dürfen sich zugunsten von Wählerstimmen nicht verkaufen. Das ist so das Problem mit der real existierenden Demokratie nowadays.
Ich würde jeder Partei chapeau sagen, die arrogant bei dem, wovon sie meint, es würde dieses Land voranbringen, bleiben würde. Was passiert stattdessen (wunderbar sichtbar bei "C" "D" "U" (jeder einzelne Buchstabe wurde ja von dieser armseligen Partei nun ad absurdum geführt)? Man orientiert an Meinungsumfragen und macht sich damit unglaubwürdig. Ein Drama.

Le Penseur hat gesagt…

@Rev. Alipius:
Warum hüsteln Sie — verkühlt?

@Phil:
Touché!

Alipius hat gesagt…

@ Le Penseur: Nee... Es war eher ein um Aufmerksamkeit bittendes Hüsteln ;-)

@ Phil: Ebenfalls "Touché"!

Laurentius Rhenanius hat gesagt…

Nicht schlecht, Herr Specht!

Anonym hat gesagt…

Ich habe in der Schule einmal eine Lehrerin fürchterlich schockiert, in dem ich auf die Frage nach der Bezeichnung für einen Zustand, in dem eine Mehrheit eine Minderheit schikaniert, geantwortet habe: "Demokratie".

Und dieser Zustand ist in der Demokratie mit Mehrheitswahlrecht angelsächsischen Zustands besonders deutlich ausgeprägt: Der die meisten Stimmen in einem Bezirk hat, hat das Mandat gewonnen. So kommt es gelegentlich zu Mandatsmehrheiten, die nicht mit einer Mehrheit der Stimmen korrelieren - aber dafür hat der Mandatar eine starke Bindung an seine Wähler. Bei uns (Verhältniswahlrecht) ist zwar eine Mandatsmehrheit meist auch mit einer Stimmenmehrheit verbunden, dafür gibt es eine starke Bindung des Mandatars an seine Parteigewaltigen, die über den Listenplatz entscheiden.

Das schöne an verschiedenen Formen, die Ausübung von Herrschaft zu legitimieren (und mehr ist Demokratie eigentlich nicht), ist die Tatsache, daß keine dieser Formen davor gefeit ist, daß der Souverän Anfälle von Größenwahn bekommt ... egal ob absoluter Monarch, neuzeitlicher Diktator oder aufgeklärtes Staatsvolk

Pompous Ass

Michael hat gesagt…

Nun hört mal auf mit dem Demokratiegejammer.
Ihr habt schon mal was von Grundrechten, Rechtsstaat und Verfassung gehört?
Die Verfassungsgerichte sind zur Begrenzung staatlicher Macht da.
Weitere Kontrollmechanismen sind zumindest in Deutschland der Bundesrat und der Bundespräsident.
Außerdem gibt es noch den hier:
Art. 20 Abs. 4 GG
„Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung [Grundrechte] zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

Also mal locker bleiben.

Gruß, Michael

Anonym hat gesagt…

Wenn ich das richtig verstanden habe, war Pilatus nicht so ganz ein Demokrat - oder?

Anonym hat gesagt…

ad Michael: Das deutsche Grundgesetz geht mich als Österreicher nichts an.

ad kalliopevorleserin: Pilatus war nicht demokratisch bestellt, nur "auf den Spitzen der Bajonette" - aber seine Entscheidung "Jesus oder Barabbam?" (ich liebe die alte Lutherfassung), das war direkte Demokratie pur. Landsgemeinde (wie in der Schweiz) oder Umfrage (wie heute überall), das Ergebnis ist dasselbe, der, der lauter schreit, gewinnt.

Pompous Ass