Samstag, 30. April 2011

Erneuerung...

Ihr habt's natürlich erkannt: Der heutige Robusta-Strip bezieht sich auf ein Küng-Interview, mit welchem offenbar die Verkaufszahlen für das neue Buch von Papst Hans I. ein wenig hochgeschraubt werden sollen (mehr zu dem Interview bei Stanislaus). Liest man doch am Ende:
    Die ausführliche Diagnose einer "chronisch kranken Kirche" samt Therapie stellt Hans Küng in seinem neuesten Buch vor: Ist die Kirche noch zu retten?, Piper Verlag, München, 263 Seiten, 18,95 Euro.
Klar: Vergleichbare Werbung wird auch mit Papst-Büchern veranstaltet. Für mich als Katholiken stellt sich allerdings die Frage, wo mein Geld nun besser angelegt ist, erst gar nicht.

Zum Interview selbst... Naja... Lest halt den heutigen Robusta-Strip...

Nur eines: Daß im Interview Aggiornamento mit Erneuerung (und nicht mit Aktualisierung) übersetzt und gleichgesetzt wird, sagt schon sehr viel. Jetzt können kritische Geister anmerken, daß Erneuerung und Aktualisierung doch irgendwie Synonyme sind. Aber grade in der deutschen Sprache sind es eben nur irgendwie Synonyme. Und in der Kirche macht es schon einen gewaltigen Unterschied, ob man Dinge nun auf den aktuellen Stand bringt oder ob man sie wirklich erneuert. Denn erneuern heißt doch im populären Sprachgebrauch heutzutage oft nichts weiter als "Alles muß weg und 'was Anderes muß her! Was? Egal! Hauptsache nicht das, was wir bisher hatten!" Häufig war es genau diese Einstellung gegenüber Dingen wie z.B. der Liturgie, die dafür sorgte, daß nicht nur Formen sondern auch Inhalte verwischt wurden und daß es dadurch innerkirchlich zu erheblichem Datenverlust kam. Da installierte man nicht testweise eine neue Software, sondern warf erst einmal den alten Computer aus dem Fenster und begann dann, sich nach einem neuen umzuschauen.

Kommentare:

Imrahil hat gesagt…

Sollte ein gewesener Theologieprofessor nicht doch erkennen, wenn er mit seinem Titel so einen ultimativen, verzeih den Ausdruck, Bock abschießt?

Und das sage ich als jemand, dem durchaus viel am innerkirchlichen Wohlgefühl, Bequemlichkeit, Beibehaltung der bisherigen Strukturen, etc. pp., vor allem der Volkskirchlichkeit liegt. Zu schweigen von dem Wunsch, daß die Kirche auch aus Seelenheilsgründen (wozu auch das Verhältnis Himmelreich durch den Haupteingang - Himmelreich durch eine Seitentür gehört) möglichst groß sein soll. (Der letztere Wunsch ist natürlich viel ehrbarer als meine Bequemlichkeit, aber ich könnte nicht sagen, daß er durch sie nicht ausgelöst oder maßgeblich bewirkt wird.)

Peppone hat gesagt…

'Schwester Robusta Strip'?

Ganz typisch für die klerikale Reaktion, dass sie ihre Betschwestern jetzt schon strippen lässt, nur um Leute in die Kirche zu bekommen.


:)

Alipius hat gesagt…

Oh ja! Wir schrecken vor nichts zurück!

Anonym hat gesagt…

Wenn der gute Hansi (Verz-ei-ung: Hans I.) sich im Interview wirklich so geäußert hat, wie das WisiKi-Wanda zusammenfaßt: Dann muß ich sagen, der Prof. H. Küng begeht seine Jugendsünden im Alter.

Wenigstens wird er nicht lange darunter leiden müssen.

Pompous Ass