Montag, 11. April 2011

Dekan Müller (Münster), Memorandeur...

... über Papst Benedikt XVI.:
    "Längst lässt er sich von den reaktionären Mitgliedern der Pius-Bruderschaft buchstäblich vorführen und von einigen aus seinem Mitarbeiter- und Beraterstamm zur Marionette eines ästhetischen Rollback ins theologische 19. Jahrhundert mit dessen fixer Idee von der Kirche als ein [sic!] geschlossenen Trutzburg inmitten gottloser Barbarenstürme machen."
Über die katholische Kirche in Deutschland:
    "... wenn es nicht zu einer Implosion der katholischen Kirche in Deutschland kommen soll – so ähnlich wie am Ende der DDR oder der Ceausescu-Diktatur in Rumänien wo sich von heute auf morgen herausstellte, dass es sich bei den ganzen Machtkulissen nur noch um potemkinsche Dörfer handelte, die ein kleiner Stoß in einer Staubwolke versinken lässt."
Über die Professoren in Münster:
    "Und Sie dürfen dabei Ihren Professorinnen und Professoren an dieser Fakultät vertrauen, denn keine und keiner von ihnen – dafür verbürge ich mich – muss sich den Vorwurf mangelnder Kirchlichkeit gefallen lassen. Von niemandem!"
"Vorwurf..."?

Werfe ich dem Himmel vor, daß er blau ist? Dem Wasser, daß es naß ist? Nö! Ich stelle es einfach fest.

Kommentare:

Tiberius hat gesagt…

Wahrscheinlich hat er nur Angst, daß die Strukturen, von denen er lebt, zusammenbrechen und das scheint mir auch gar nicht so unwahrscheinlich.

Für die Kirche gilt immer noch das Herrenwort. Da mache ich mir keine Sorgen.

Anonym hat gesagt…

Ich habe ihn persönlich eine Mail geschickt und ihn darauf aufmerksam gemacht, daß es schließlich Leute wie er waren, die in jhrzehntelanger Kleinarbeit dahin gewirkt haben, wo sich die Kirche heute befindet, nämlich als es anfing alles nicht mehr so ernst zu nehmen

Yon hat gesagt…

In Münster ist der Himmel nicht blau. Fakt.

(Ok, ok, in letzter Zeit gelegentlich doch mal. Ich nehm das als gutes Zeichen.)

Anonym hat gesagt…

A propos garnichts und gar niemandens nicht, vor allem nicht des Spectabilis Monasteriensis Facultatis, und auf vielfachen, an mich herangetragenen Wunsch

(Notiz an selbst: Diese fette Lüge bei der nächsten Beichte angeben)

bringe ich hier wieder einmal den Witz mit den Fakultätsfarben. Wie bekannt, hat die traditionelle Universität vier Fakultäten: Theologie, Philosophie, Jus, Medizin. Bei den feierlichen Promotionen treten Rektor und Dekan (oder Promotor oder wer auch immer) in einem schwarzen Talar auf. Dieser Talar hat farbige Säume und Aufschläge (vielerorts, zB an der Univ. Wien nach wie vor in Verwendung).

Die Aufschläge sind bei den Medizinern grün, denn über ihre Fehler wächst der grüne Rasen;
bei den Juristen rot, denn das ist das Blut ihrer unschuldigen Opfer;
die Talare der Philosophen sind blau gesäumt, weil man auf dieser Fakultät gerne das Blaue vom Himmel herunter erzählt;
und die Theologen verwenden rein schwarze Talare,

weil Weiß die Farbe der Unschuld ist.

Pompous Ass