Montag, 25. April 2011

Blöd, blöder, bright...

Okay, eines vorab: Ja, ich gebe zu, daß ich die Debatten mit Atheisten in meinem Kommentarbereich als ziemlich anstrengend, ergebnislos und oft auch als Zeitverschwendung empfinde. Aber! Trotz aller Sticheleien, trotz der unterschiedlichen Sicht auf die Welt und das Leben, trotz des häufigen Aneinander-Vorbei-Redens in metaphysischen Fragen bleibt unterm Strich immer noch so ein Hauch wenn schon nicht von vollkommenem Respekt so doch von einem gewissen Anstand.

Was ich aber nun auf einer Webseite namens "Brights - Die Natur des Zewifels" lesen durfte, das beantwortet zumindest mir sämtliche Fragen bzgl. dieser Gechmacksrichtung von plärrendem, ungebildetem, rüpelhaftem Gossen-Atheismus.

Von dem lächerlichen Photo über die hysterischen, fettgedruckten, inhaltslosen Anmerkungen zu Armin Schwibachs kath.net-Artikel Benedikt XVI.: Der Fels und die Demut der Wahrheit bis hin zu den paranoid-stumpfen Kommentaren beweist der "Brights"-Artikel Osterbotschaft II: Die Radikalisierung der katholischen Kirche vor allem eines: Die besseren Osterbotschaften gibt es in der Tat dort, wo Leute noch zu einer Freude fähig sind, die den eigenen Tellerrand transzendiert.

Es ist doch wirklich erstaunlich: Da wendet man sich im Namen der Aufklärung gegen die Religion und offenbart dann eine Geisteshaltung, die dermaßen durch Scheuklappen, Phrasen, Realitätsflucht, Verdunkelungstaktiken und gleichzeitigem Wahrheitsanspruch beschränkt ist, daß es selbst einem Hardcore-Katholiken wie mir noch ein anerkennendes Kopfnicken abnötigt.

Aber: Elsa hat natürlich Recht. Kommentare wie
    Ratzinger/Benedikt will nichts anderes als europäische Gottesstaaten, in denen Häresie, Atheismus, Homosexualität, Frauen, die ihre Rechte einfordern mit dem Tode bestraft werden im Namen seines Gottes!
genießt man am besten im Kreise guter Freunde bei einem Gin Tonic und lobt die Wiederbelebung des risus paschalis.

Ziemlich traurig, wenn die Atheisten, die sich oberhalb dieses Tümpels angesiedelt haben, nun unfreiwillig dort mit hineingezogen werden. Angesichts dieses Artikels daher eine Bitte an all die Atheisten, die sich gerne mal bei mir rumtreiben: Was auch immer Ihr tut, bitte nennt Euch niemals "Brights"!

Kommentare:

Dybart hat gesagt…

Jahrelange Erfahrung haben mich gelehrt: wenn jemand breit ist, ist er Argumenten nicht mehr zugänglich.

kalliopevorleserin hat gesagt…

Ich kann, offengestanden, mit Armin Schwibachs Artikel nur begrenzt etwas anfangen. Trotzdem bin ich mit Dir völlig einig darüber, daß die militant-atheistische Replik der "helle" Wahnsinn ist.
Deine Einschätzung "Scheuklappen, Phrasen, Realitätsflucht, Verdunkelungstaktiken" darf ergänzt werden: platte, leicht widerlegbare Lügen.

Der Predigtgärtner hat gesagt…

Siehe aktuell auch die Erfahrungen mit den Journalisten vom "Ruhrbaron" bezüglich Karfreitag und Ostern.
Habe mich gerade darüber in meinem Blog ausgelassen.

Johannes hat gesagt…

Jo, Dybart, wenn auch die Tage unterschiedlich lang sind, so sind sie doch verschieden bright. Frei nach dem guten alten U. Lindenberg.

Hab den Artikel auch gelesen. Mir gefällt, wenn die Herrschaften sich outen ;)

Michael hat gesagt…

Es gibt nicht nur humorlose Idioten auf Eurer Seite.

Nach dem Geschwalle von diesem Schwibach, bin ich allerdings auch geneigt zu fragen was der da geraucht hat.

Gruß, Michael

Anonym hat gesagt…

Wird wohl White cloud gewesen sein

Elsa hat gesagt…

@Michael: Irgendwie hast Du auch immer nur dieselbe Leier drauf: Entweder sind unsere katholischen Männer sexuell frustriert oder sie sind humorlose Idioten.Das ist LANKWEILIK (sic!).
Vor allem, weil ich sie beide definitiv besser kenne als Du. Bring mich doch auch mal ein bisschen zum Lachen. Rauch vorher auch ruhig was, wenn es nötig ist. Danke! :-)

curioustraveller hat gesagt…

Brights?? Sieht für mich eher aus wie die Atheisten-Version von kreuz.net ...